Karin Maria Zimmer
„Ich bringe die Ströme der Pflanzen zum Klingen.“
Mein Weg
Aus der Arbeit mit Körper, Stimme und Kunst wuchs mein Interesse am feinen Gefüge der Natur. Ich begann, Pflanzenimpulse hörbar zu machen – erforschend, im Dialog. So entwickelte sich die Sprache der Pflanzen: leise, klar, resonierend. An der Schwelle von Kunst und Natur erschließe ich Räume, in denen Wahrnehmung weicher wird und das Unsichtbare Stimme bekommt.
Geboren 1970 in St. Wendel, folge ich einem Weg, der Stimme, Körper und Klangkunst feinsinnig verbindet. Nach meiner Ausbildung zur Physiotherapeutin führte mich meine Stimme an das Johannes Brahms Konservatorium in Hamburg, später an die HBK Saarbrücken zu Professorin Christina Kubisch. 2009 schloss ich mein Diplom in Mixed Media ab und wurde Meisterschülerin. Meine Arbeit ist ein Spiel mit Schwingung und Stille: Eigene Kompositionen, Stimmimprovisationen und Performances bringe ich seit 2002 an besondere Orte – auch dorthin, wo man keine Musik erwartet. Menschen begleite ich in meiner Praxis als Schwingungs- und Körpertherapeutin, als Meditations- und Achtsamkeitslehrerin verwebe ich Klanggeschichten und planetare Frequenzen zu stillen Resonanzräumen. Heute mache ich die Ströme der Pflanzen hörbar, lade mit Klangspaziergängen in Parks dazu ein, dem Flüstern des Grünen zu lauschen – mit der Vision, diese Stimmen der Natur in immer mehr Städte zu tragen. An der Schwelle von Kunst und Heilung suche ich den Ton, der das Unsichtbare berührt.



Meine Haltung
Ich begegne jeder Pflanze mit Achtsamkeit.
Im Mittelpunkt steht kein technisches Experiment, sondern eine Begegnung.
Klang entsteht, wenn Aufmerksamkeit sich vertieft.
Ich erkunde die individuelle Signatur jeder Pflanze –
ihren Rhythmus, ihre Eigenart, ihre Art, auf den Ort und den Moment zu antworten.
Erst aus diesem Zuhören wähle ich Klangfarbe und Instrument,
damit der entstehende Klang dem Wesen der Pflanze entspricht und nicht über sie gelegt wird.

Heute
Ich gestalte Klangspaziergänge, Installationen, Konzerte und digitale Klangräume.
Meine Arbeit verbindet Kunst, Natur und stille Resonanz –
für Menschen, die wieder hören möchten, was oft übertönt wird.
Sie richtet sich an jene,
die zur Ruhe kommen wollen,
sich erden möchten,
und die Natur nicht nur betrachten, sondern als lebendiges Gegenüber erfahren wollen.
Die Pflanzen werden hörbar,
der Ort beginnt zu sprechen,
und im Lauschen entsteht eine Verbindung,
die trägt und nachwirkt –
leise, klar und tief verwurzelt im Moment.
